Türme

Kategorie,

Türme – Gebäude, deren Höhe die Grundfläche um Längen schlägt – sind die Materialisierung des menschlichen Verlangens und Strebens nach Entdeckung und Herausforderung.

Auch vor dem Turmbau zu Babel ließen sich Menschen beim Versuch den Himmel zu erreichen schon immer von ihrer Neugierde treiben. Durch technische Möglichkeiten und Einschränkungen wurden ihnen dabei jedoch auch schon immer ihre Grenzen aufgezeigt. Architekturgeschichte ist seit jeher bestimmt durch Materialität – zuerst durch Holz, Ziegel und Stein, später dominierten Stahl und Beton. Mit der Verwendung neuer Materialien wuchsen zunehmend auch Leistungsfähigkeit und räumliche Möglichkeiten.

Die ursprünglichen Hintergünde der Vertikalität in der Architektur sind in Religion und Kriegsführung verankert. Im Laufe der Zeit sollten jedoch auch andere ‘zivile’ Bedürfnisse Grund genug sein, um hoch in den Himmel zu bauen.
Als Elisha Graves Otis schließlich 1854 im Crystal Palace New York ein neues Sicherheitssystem präsentierte, das den Aufzug zu einem Transportmittel umfunktionierte, wurde eine neue Ära der modernen Türme und der vertikalen Stadt angestoßen.

Wir leben in einer Zeit mit einem Bevölkerungswachstum von über 1 Mio. Menschen wöchentlich. Komprimiertes Zusammenleben ist dabei der nachhaltigste Weg, viele Leute mit einem minimalen Einfluss auf unsere Umwelt unterzubringen. Um dies zu erreichen, ist auch die Gebäudehöhe ein entscheidender Faktor.

Wir als Architekten und Gestalter sind dazu aufgefordert mit urbaner Dichte umzugehen. Und genau damit möchten wir in diesem Semester experimentieren.

Wir werden gemeinschaftlich einen Turm entwerfen, in dem die einzelnen Fragmente der Studentenarbeiten zu einem Gesamtbauwerk kombiniert werden. Die Gruppenentwürfe werden aufeinandergestapelt, sodass jeweils ein Kontaktbereich zu zwei Nachbarteams entsteht. Der gemeinsame Kern des Turms, der die einzelnen Segmente kontinuierlich durchläuft, hat eine Grundfläche von 6 m x 6 m. Um diesen Bereich herum kann das Segment horizontal in alle Richtungen auf bis zu 12 m x 12 m erweitert werden. Die Gesamthöhe eines jeden Moduls beträgt dabei 12 m.

Mit der vorgegebenen Position der Boden- und Deckenplatte soll der innere Bereich anhand folgender Parameter gestaltet werden:
– Die zu entwickelnde Tragwerksstruktur soll in der Lage sein, auch die obenliegenden Abschnitte des Turmes zu tragen.
– Eine komfortable vertikale Erschließung in Form einer Treppe oder Rampe mit einer lichten Breite von 1,20 m soll den gesamten Turm bedienen. Ein Aufzug ist in diesem experimentellen Entwurf nicht mit einzuplanen.
– Der übrige Raum soll so organisiert und geplant werden, dass er der zugewiesenen Funktion in spannender Art und Weise dient und von den Ausblicken eines Turmes profitiert.

Um die Ergebnisse in zwei- und dreidimensionalen Formaten darstellen zu können, werden wir in einem Maßstab von 1:50 arbeiten. So sind wir in der Lage, Modelle, Schnitte, Pläne und Axonometrien in einer gut lesbaren Größe herzustellen.
Die Position eines jeden Moduls innerhalb des Turms wird im Voraus festgelegt. Die Verbindungen zwischen jeder Einheit mit der exakten Position der Erschließung in beide Richtungen werden zwischen den benachbarten Teams abgesprochen.

Der erdachte Turm soll so realitätsnah wie möglich geplant werden. Daher spielt auch die Materialität für die Art der Beschaffenheit eine entscheidende Rolle. Der entstehende Raum soll in seiner Gesamtheit der Geometrie und Materialität gedacht und erfahren werden.

Link zur Registrierung für das WS17/18

Booklet WS17/18
Semesterplan WS17/18
Aufgabe 1: Analyse
Aufgabe 2.1: Arbeitsmodell
Aufgabe 2.2: Präsentationsmodell
Aufgabe 3: Projektion
Aufgabe 4: Axonometrie
Aufgabe 4: Axonometrie Blattaufteilung
Aufgabe 5: Perspektive
Aufgabe 5: Perspektive Blattaufteilung
Aufgabe 5: Perspektive Lösungshilfe
Aufgabe 6: Portfolio

Übung 1: Zeichenmaterial Mitzeichenblatt
Übung 3: Projektion
Übung 3: Projektion Mitzeichenblatt
Übung 4: Axonometrie Teil 1
Übung 4: Axonometrie Teil 2
Übung 4: Axonometrie Mitzeichenblatt
Übung 5: Perspektive
Übung 5: Perspektive Mitzeichenblatt